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Amélie

Die 20 typischen Fehler von Deutschsprachigen im Englischen

Deutschsprachige Lernende machen im Englischen oft die gleichen Fehler – und das ist kein Zufall. Die deutsche Muttersprache hinterlässt klare Spuren in Grammatik, Wortwahl und Satzbau. Wer die typischen Stolperfallen kennt, spricht in wenigen Wochen merklich präziser.

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Warum das passiert

Englisch und Deutsch sind eng verwandt, doch genau diese Nähe ist oft tückisch: Strukturen, die im Deutschen logisch klingen, ergeben im Englischen schiefe Sätze. Ein klassisches Beispiel ist die direkte Übersetzung von "Ich bekomme ein Bier" als "I become a beer" – "bekommen" und "become" sind falsche Freunde. Ebenso entsteht aus "Seit drei Jahren wohne ich hier" oft "I live here since three years" statt korrekt "I have lived here for three years", weil das Deutsche kein Present Perfect kennt. Auch die Verbendstellung im Nebensatz ("...weil ich müde bin") führt zu Sätzen wie "because I tired am". Diese Muster sind tief verankert und brauchen gezieltes Feedback, das den deutschen Hintergrund kennt – nicht generische Korrekturen für "alle Lernenden weltweit".

Anna, Projektmanagerin aus München, leitet ein Meeting mit Kollegen aus London. Sie sagt selbstbewusst: "I am working here since 2020 and I have made my studies in Berlin." Die Briten lächeln höflich, doch Anna spürt: irgendetwas stimmt nicht. Erst später erfährt sie, dass beide Sätze typische deutsche Transferfehler enthalten.

Konkrete Beispiele — L1 → EN Transfer

❌ I become a coffee, please. ↳ Ich bekomme einen Kaffee, bitte. ✅ I'll get a coffee, please.

"Become" heisst "werden", nicht "bekommen" – einer der bekanntesten falschen Freunde.

❌ I live in Hamburg since five years. ↳ Ich wohne seit fünf Jahren in Hamburg. ✅ I have lived in Hamburg for five years.

Andauernde Handlungen brauchen im Englischen das Present Perfect mit "for", nicht das Präsens mit "since" + Zeitspanne.

❌ I have made my homework. ↳ Ich habe meine Hausaufgaben gemacht. ✅ I have done my homework.

Im Englischen sagt man "do" homework, nicht "make" – die Kollokation unterscheidet sich vom Deutschen.

❌ Can you borrow me your pen? ↳ Kannst du mir deinen Stift leihen? ✅ Can you lend me your pen?

"Borrow" heisst sich etwas leihen (nehmen), "lend" heisst jemandem etwas leihen (geben) – im Deutschen deckt "leihen" beides ab.

❌ Yesterday I have seen a great film. ↳ Gestern habe ich einen tollen Film gesehen. ✅ Yesterday I saw a great film.

Mit klarem Zeitbezug in der Vergangenheit ("yesterday") braucht das Englische das Simple Past, nicht das Present Perfect wie im deutschen Perfekt.

Häufig gestellte Fragen

Warum machen gerade Deutschsprachige diese spezifischen Fehler?

Weil Deutsch und Englisch zwar verwandt sind, aber unterschiedliche Regeln für Zeitformen, Wortstellung und Kollokationen haben. Das Gehirn überträgt automatisch deutsche Muster ins Englische – ein Prozess, den Sprachforscher "L1-Transfer" nennen. Ohne gezieltes Feedback bleiben diese Fehler oft jahrelang bestehen.

Reicht es nicht, einfach mehr Englisch zu hören und zu lesen?

Input ist wichtig, aber er korrigiert nicht automatisch eingeschliffene Fehler. Viele Deutschsprachige verstehen Englisch sehr gut, produzieren aber weiterhin Sätze wie "I have made an experience". Erst gezielte Korrekturen mit Erklärung zum deutschen Ursprung führen zu echtem Fortschritt.

Wie hilft Ask Amélie konkret bei diesen typischen Fehlern?

Ask Amélie weiss, dass Sie Deutsch als Muttersprache haben, und erkennt sofort Transferfehler wie "become" für "bekommen" oder das falsche Present Perfect mit "since". Die Erklärungen vergleichen direkt die deutsche und englische Struktur, sodass Sie verstehen, warum etwas falsch ist – nicht nur, dass es falsch ist.

Wie lange dauert es, bis ich diese Fehler nicht mehr mache?

Mit täglichem Üben von 10–15 Minuten verschwinden die häufigsten Fehler meist innerhalb von 4–8 Wochen aus dem aktiven Sprachgebrauch. Hartnäckige Muster wie die Wortstellung in Nebensätzen brauchen länger, lassen sich aber durch konsequentes Feedback dauerhaft umtrainieren.

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